Hundekommandos dem Welpen beibringen

Wer sich einen Welpen holt, der möchte natürlich dafür sorgen, dass er von Anfang an die Grundkommandos beherrscht.

Dafür benötigen Sie viel Geduld und Einfühlungsvermögen. Sonst kann ein Training schnell in die falsche Richtung laufen.

Die wichtigsten Tipps haben wir Ihnen hier zusammengefasst:

Der Grundbaustein

Bevor man direkt mit dem Training der Kommandos beginnt, sollte der Hund mit Menschen und anderen Hunden ausreichend sozialisiert sein. Das ist wichtig für das komplette spätere Leben. Ebenso wichtig ist eine gute Vertrauensbasis zu seinem Menschen. Denn nur wenn der Hund Ihnen vertraut, können Sie mit dem Training beginnen. Ein wichtiger Grundsatz lautet: Keine Erziehung, ohne Beziehung! Nichtsdestotrotz kann man schon mit leichten Kommandos nach kurzer Zeit beginnen. Bei Welpen empfiehlt es sich, aufgrund der kurzen Konzentrationsspanne, immer kurze Trainingseinheiten über den Tag verteilt zu nutzen. Wenn Sie selbst völlig entspannt und positiv gestimmt sind, können Sie mit den Grundkommandos beginnen.

Die Kommandos

Die wichtigsten Grundkommandos sind Komm, Aus, Sitz und Platz. Die kleinen, aber äußerst wichtigen Kommandos, erleichtern den Umgang mit Ihrem Hund ungemein. Da Hunde generell sehr aufmerksam sind und sich freuen, mit Ihrem Menschen zu trainieren, gestaltet sich das Training recht einfach.

Die Kommandos sollten immer mit positiver Bestärkung unterstützt werden. Solange der Welpe das Training mit etwas Positivem und für ihn tollen verknüpft, wird es ihm großen Spaß machen.

Sitz:

Das wohl mit wichtigste Kommando „Sitz“ lässt sich relativ einfach erlernen. Dafür nehmen Sie ein Leckerchen, welches Ihr Hund besonders mag und führen dieses mit der Hand langsam über die Nase nach hinten über den Kopf. Ihr kleiner Vierbeiner wird mit dem Kopf nach hinten folgen und sich setzen. Sobald Sie merken, dass der Welpe anstalten macht sich zu setzen, geben Sie das Kommando „Sitz“ und geben das Leckerli. Mit ein bisschen Geduld und konsequenten Wiederholungen, lernt jeder Hund schnell, was „Sitz“ bedeutet.

Platz:

Das Kommando Platz funktioniert ähnlich wie „Sitz“. Der Unterschied besteht darin, dass das Leckerli nicht über die Nasen nach hinten geführt wird, sondern von der Nase nach unten zwischen die Pfoten. Auch hier wird der Hund gelobt und erhält seine Belohnung, sobald die ersten Anzeichen das er sich hinlegt, zu sehen sind.

Nein:

„Nein“ lässt sich bereits im Training der Kommandos Sitz und Platz sehr leicht einbauen. Sobald der Hund nämlich erste Anzeichen macht wieder aus dem Sitz oder Platz aufzustehen, sagen Sie ein deutliches und kosequentes Nein. Alleine durch die andere Stimmlage wird er merken, dass er etwas falsch gemacht hat. Immer wenn der Welpe etwas unerwünschtes macht, wie z.B. auf die Couch springen, sagen Sie vehement Nein und setzen ihn wieder runter. Das lässt sich leicht in den Alltag integrieren und Ihr Vierbeiner lernt schnell, was „Nein!“ zu bedeuten hat.

Komm:

Seinem Welpen den Rückruf beizubringen, ist es schon etwas Anspruchsvoller. Hier benötigen Sie etwas mehr Geduld und Ruhe.

Es empfiehlt sich zu Beginn immer das Training mit einer Schleppleine aufzubauen, damit ihr Hund nicht das Weite suchen kann und Sie im schlimmsten Falle hinterherrennen müssten. So würde er nämlich lernen, dass er schneller als sein Mensch ist.

Legen Sie dem Kleinen die Schleppleine an und lassen ihn herumlaufen. In dem Moment, wo er nicht abgelenkt oder am schnuppern ist, sagen Sie seinen Namen und dahinter das Kommando „Komm“. Sobald sich der Welpe in Ihre Richtung bewegt, fangen Sie an zu loben und geben ihm ein Leckerli, sobald er bei Ihnen angekommen ist. Das Ganze kann mit sehr leichtem ziehen an der Schleppleine in Ihre Richtung unterstützt werden. Hier sollten Sie aber wirklich behutsam vorgehen, damit Ihr Hund nicht noch Angst vor der langen Leine bekommt.

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Neben all diesen Tipps für die wichtigsten Grundkommandos sollten Sie niemals vergessen, dass Ihr Hund nur dann Spaß am Training hat, wenn Sie es auch haben. Sollten Sie schlechte Laune haben, weil Sie einen schlechten Tag hatten, dann sollte lieber auf das Training verzichtet werden. Hunde haben negative Erfahrungen sehr schnell verknüpft und das lässt sich nur schwer wieder ausbessern.

Das Wichtigste zum Schluss: keine Erziehung mit Gewalt.

Kein Hund sollte mit Bestrafungen erzogen werden, sondern immer mit positiver Bestärkung. Ein Welpe lernt sehr schnell was er richtig und was er falsch gemacht hat. Achten Sie darauf, dass ein Training immer positiv beendet wird. Das heißt, dass am Ende ruhig mal 3,4 Leckerli mehr fliegen dürfen.

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